SERIOUS BLACK


Als neue Power Metal Supergroup werden die Jungs von SERIOUS BLACK bezeichnet. Schaut man sich die Bandmitglieder genauer an, kann man dem voll und ganz zustimmen. Die Truppe bringt dieser Tage ihr Debütalbum „As Daylight breaks“ auf den Markt, welches schon eine ganze Zeit durch die Medien geistert und mit Vorschusslorbeeren überschüttet wird. Ich sprach kurz vor Weihnachten mit Bassist Mario Lochert um mehr über die Band zu erfahren

J.P: Hallo Mario, vielen Dank das du mir ein paar Fragen zum Debütalbum und zu SERIOUS BLACK selbst beantwortest. 
Für die Leute die euch noch nicht so kennen, stell dich und die Band vielleicht doch kurz mal vor, gib uns einen kurzen Rückblick auf die Bandhistory. Vor allem interessiert uns natürlich wie ihr euch gefunden habt, bzw. da es ja alles recht bekannte Bandmitglieder sind, habt ihr euch vorher schon alle gekannt?

M.L: SERIOUS BLACK steht für astreinen Melodic Power Metal. Mit an Bord sind Roland Grapow (Gitarre, MASTERPLAN), Thomen Stauch (Schlagzeug, Ex BLIND GUARDIAN), Urban Breed (Gesang, Ex BLOODBOUND, TRAIL OF MURDER), Dominik Sebastian (Gitarre, EDENBRIDGE), Jan Vacik (Keyboard, Ex DREAMSCAPE) und meine Wenigkeit (Bass, EMERGENCY GATE). Wir sind alles alte Freunde und wollten schon immer mal zusammen was auf die Beine stellen.
Angefangen hat alles damit das ich mir vor Jahren schon gedacht habe das ich einmal eine Band aus sechs Bandleader gründen möchte. Normalerweise hast du ja einen maximal zwei Bandleader und die große Herausforderung ist ja viele Leader zu integrieren. Im August 2013 unterhielt ich mich mit Roland über meine Pläne für 2014 und da erzählte ich ihm von meiner langjährigen Idee. Er war natürlich erstmal skeptisch, aber nach intensiveren Gesprächen stimmte er zu es zu versuchen und war somit an Bord. Als erstes kontaktieren wir Thomen, er brauchte keine zwei Minuten um zu zusagen.
Mit den anderen Bandmitgliedern verhielt es sich eigentlich ähnlich, bis wir dann im Januar 2014 an den ersten Songs schrieben. Wir fragten uns dann natürlich wer der Musik die Seele geben und singen sollte. Thomen sagte dann das für ihn eigentlich nur einer für diese Art der Musik in Frage kommen würde, Urban Breed!
Urban lebt leider ein wenig im technischen Mittelalter und so war es gar nicht so leicht an seine Kontaktdaten zu kommen. Über seine Tochter und mit Hilfe von Facebook schaffte ich es dann aber doch und nachdem er die ersten Songs und das Konzept gehört hatte, sagte er auch sofort zu.



J.P: Mit Urban Breed habt ihr ja einen mittlerweile sehr gefragten Sänger der noch dazu nicht direkt um die Ecke wohnt. Siehst du das als Problem an, gerade was die Verfügbarkeit angeht?

M.L: Das sehe ich überhaupt nicht als Problem an. Er wohnt zwar mittlerweile in den USA aber er hat eine sehr professionelle Art. Ich habe ihn vor zwei Tagen am Flughafen abgeholt und ihn dann aus Spaß gefragt, sag mal wann fährst du denn wieder nach Hause? Er meinte dann lächelnd in drei Monaten! Und das meinte er Ernst, er verbringt sogar Weihnachten und Sylvester mit uns zusammen! Du siehst also wenn Urban was anfängt dann richtig, er steht uns also immer vollkommen zu Verfügung wenn wir ihn brauchen!
Wir wollen zusammen arbeiten und was erreichen, da muss jeder mit 100 % dabei sein, und das sind wir eigentlich alle. Wir proben bis zur Tour mit HAMMERFALL eigentlich jeden Tag zusammen. Wir sind halt eine Band und keine Supergroup!

J.P: Anschlussfrage daran, eigentlich haben alle Bandmitglieder von euch ja mehrere Bands bzw. tanzen auf unterschiedlichen Hochzeiten. Könnte es da terminliche Probleme geben, bzw. welchen Stellenwert hat für euch SERIOUS BLACK?

M.L: Klar jeder hat so seine anderen Bands und Projekten. Wir leben ja alle von der Musik! Aber aktuell liegt der Fokus ganz klar auf SERIOUS BLACK und jeder widmet sich momentan der Band. Jede Band hat halt seine Zeit und seinen Zeitraum.
Es gibt auch auf den anderen Bandplattformen (Facebook, Webpage) keinerlei Posts von SERIOUS BLACK! Wir möchten keine Crosswerbung machen, sondern die Leute sollte uns entweder mögen oder nicht und wir machen nur über die SERIOUS BLACK Plattformen Werbung für uns.

J.P: Von wann bis wann ist denn das Album genau entstanden? Gibt es ein gewisses Konzept oder eine Geschichte die hinter dem Album steht, oder von was handeln so eure Songs?

M.L: Also die Songs handeln eigentlich von recht alltäglichen Dingen. Wir verhalten uns da nicht wie viele andere Power Metalbands die über Fantasy, Drachen und so ein Zeugs singen. Wir behandeln sowohl alltägliche, zukünftige oder historische Themen. Der Track „Akhenaton“ ist zum Beispiel ein historischer Track.
Die ersten Songs entstanden grob im Januar 2014 und dann ging es eigentlich Schlag auf Schlag.

J.P: Habt ihr das Album eigentlich ganz klassisch im Proberaum aufgenommen, oder entstanden die einzelnen Fragmente bei den jeweiligen Bandmitgliedern zu Hause? Welche Aufnahmemethode bevorzugst du bzw. welche siehst du als besser an? Die klassische als gesamte Band oder jeder für sich im eigenen Studio?

M.L: Also wir haben ganz klassisch zusammen im Proberaum/Studio am Album gearbeitet. Das unterscheidet uns auch wieder von anderen Supergroups, nicht jeder in seinem stillen Kämmerlein, sondern zusammen.
Wir haben uns auch nicht ablenken lassen von den Medien und haben auch nicht irgendwelche Zwischenstände veröffentlicht. Wir haben nur irgendwann ein Bild von uns veröffentlicht, mehr nicht! Wir wollten einfach die Reaktion von Fans und Presse abwarten und die kam dann auch. Sehr viele Nachfragen und so weiter.
Und als die ersten drei Songs „As Daylight breaks“, „I seek no other Life“ und „Trail of Murder“ fertig waren, sandten wir diese an die Presse und die Labels und hatten dann auch relativ schnell den Plattenvertrag sicher.

J.P: Gehen wir mal auf ein paar Songs von „As Daylight breaks“ ein. Für mich sind “I seek no other Life”, “High and Low”, „Sealing my Fate“ und “Akhenaton” die hervorstechenden Songs. Das gesamte Album ist euch aber hervorragend gelungen! Hast du eigentlich auch irgendwelche Favoriten auf dem Album? 

M.L: Das ist immer ganz schwierig zu sagen. Alle Songs sind ziemlich stark wie ich finde und jeder hat so seine Berechtigung. „Akhenaton“ oder „As Daylight breaks“ könnte man zum Beispiel als Filmsongs verwenden.
Auf der Limited Edtion sind sogar 14 Songs, im Vergleich zur normalen Version mit 11 Songs, von daher lohnt sich die Limited Edition auf jeden Fall!

J.P: Mit AFM Records habt ihr, wie ich finde, genau das richtige Label am Start! Wie kam denn der Kontakt zustanden und wie zufrieden seid ihr bisher mit der Zusammenarbeit?

M.L: Man hat halt so seine Erfahrungen, Roland ist ja mit MASTERPLAN auch bei AFM und so unterhält man sich natürlich auch über die Labels und steht teilweise ja schon mit ihnen in Kontakt. Natürlich gab es noch die ein oder andere Verhandlungen, aber es war relativ schnell klar, auch weil es bei AFM noch relativ familiär zugeht, das wir dort unterschreiben würden!

J.P: Mario wie geht es denn jetzt genau bei SERIOUS BLACK weiter? Eine Tour steht ja schon, wie stellt ihr euch die Arbeitsweise in der Band für die Zukunft vor?

M.L: Also wir denke heute schon an die Zukunft, freuen uns sehr auf die Supporttour im Januar und haben schon Ideen für die ersten neuen Songs, teilweise stehen schon ein paar Sachen! Direkt nach der Abgabe des Masterbandes der Debütscheibe gab es die ersten neuen Songideen. Es geht also ohne Pause bei uns weiter!

J.P: Vielen Dank Mario für deine Zeit und die interessanten Antworten im Zuge dieses Interview! Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft, die letzten Worte gehören natürlich dir. 

M.L: Eine Message ist immer super! Ich würde jedem raten der auf melodischen Power Metal steht uns mal anzuchecken ihr werdet es nicht bereuen! Ebenfalls würde ich mich sehr freuen den ein oder anderen auf der Tour zu sehen, denn wir gehen nicht nur auf Platte, sondern auch live gut ab!

Julian

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